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FC IN 04
Sport - Ingolstadt, 01.11.2011
Geschrieben von Markus Bisher 6496 mal gelesen.

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Enttäuschung in Ingolstadt: Schanzer muss in der Nachspielzeit den Ausgleich hinnehmen


Ingolstadt, 30. November 2011 (KN) - Der FC Ingolstadt 04 hatte einem der Top-Favoriten um den Aufstieg in die 2. Liga im heimischen Audi Sportpark eigentlich schon das Bein gestellt. Bis in die 96. Minute führten die Schanzer am Sonntag vor fast 10.000 Zuschauern gegen den Bundesliga-Absteiger Eintracht Frankfurt mit 1:0. Stefan Leitl war der Schütze des Ingolstädter Treffers gegen die bislang ungeschlagenen Hessen. Aber mit der letzten Aktion war es Karim Matmour, der das 1:1 erzielte. Schade, dass die Belohnung ausblieb, aber mit diesem vom Ergebnis und auch kämpferischen Einsatz her positiven Auftritt kann man mit breiter Brust in die kommenden Spiele gehen.

Benno Möhlmann schickte eine, im Vergleich zum DFB-Pokalspiel am vergangenen Mittwoch gegen den FC Bayern München, auf vier Positionen veränderte Startelf auf den Platz. In der Innenverteidigung musste David Pisot für Marino Biliskov weichen. Der Kroate verpasste die vergangenen drei Pflichtspiele aufgrund eines Knochenmarksödems am Sprunggelenk und konnte, dank schmerzstillender Spritzen, seit einigen Tagen wieder mit der Mannschaft trainieren.

Im Mittelfeld kehrten Andreas Buchner und Kapitän Stefan Leitl in die Anfangsformation zurück, im Angriff starteten die Schanzer mit zwei Stürmern. Zu Edson Buddle, der auch gegen den FCB auflief, gesellte sich Moritz Hartmann. Weichen mussten dafür die beiden „Youngsters“ Christoph Knasmüllner und Collin Quaner, sowie der Brasilianer Caiuby. Bambara und Metzelder übernahmen den defensiven Part des Mittelfeldes, Buchner, Leitl und Hartmann spielten davor. Buddle bildete die einzige echte Spitze.

Die Eintracht setzte gleich in der dritten Minute ein Zeichen. Der Ball kam in den Strafraum, Gekas frei zum Kopfball stand. FC 04-Keeper Sascha Kirschstein verhinderte den frühen Rückstand. Doch die erste große Möglichkeit für den FC Ingolstadt 04 ließ nicht lange auf sich warten. Nach fünf Minuten Spielzeit schraubte sich Edson Buddle, nach einem Freistoß von Stefan Leitl, an der Fünfmeterlinie der Frankfurter hoch in die Luft und versuchte es mit dem Kopf. Das Leder verfehlte das Eintracht-Tor nur knapp. Ebenfalls per Kopf war die zweite gute Chance, ebenfalls nach einer Standartsituation: Der erste Eckball der Schanzer, getreten von Leitl, fand den Kopf Marino Biliskov. Wieder verfehlte der Ball nur knapp den Kasten.

Insgesamt zeigten die Hausherren eine engagierte Leistung in den ersten 15 Minuten und hielten mit dem Tabellenzweiten gute mit. Die nächste Chance hatte Stefan Leitl in der 17. Minute. Nach einem guten Zuspiel von Moritz Hartmann versuchte es der FC 04-Kapitän aus etwa 15 Metern und zielte etwas zu mittig auf das Tor von Oka Nikolov. Dieser hielt den Ball sicher. In der 23 Minute gab es einen Schreckmoment für Marino Biliskov, der im Laufduell mit Idrissou mit seinem lädierten Fuß umknickte. Nach einer kurzen Behandlung stand der 35-Jährige jedoch wieder auf dem Platz.

Die Gäste, die in der aktuellen Zweitligasaison noch kein Spiel verloren geben mussten, hatten in der ersten halben Stunde keine zwingende Torchance. Zwar konnten sie gefährliche Situationen herbeiführen, wie beispielsweise Alexander Meier in der 27. Minute, der eine Flanke scharf von rechts im den Schanzer Strafraum brachte, wo Gekas lauerte, echte Torchancen blieben allerdings Mangelware.

Gegen Ende der ersten Hälfte hatten die Gäste zwei Freistöße aus guter Position. Die Schanzer verteidigten gut nach dem Standard, getreten von Eintracht-Kapitän Pirmin Schwegler in der 39. Minute. Der Ball von Benjamin Köhler war zu harmlos und wieder standen die Hausherren sicher (41. Minute). In der 50. Minute gab es die erste gelbe Karte der Partie für Andreas Görlitz. Nach einem Foulspiel an Djakpa verwarnte Schiedsrichter Christian Fischer den Außenverteidiger.

Die Schanzer bestritten die zweite Halbzeit sehr defensiv, standen tief in der eigenen Hälfte und bemühten sich das „zu Null“ zu halten. Die Gäste bestimmten das Spielgeschehen, hatten deutlich mehr Ballbesitz. Die 9.843 Zuschauer, darunter etwa 3.500 Gästefans, sahen wie die Hausherren es mit Kontern im eigenen Stadion versuchten.

In der 57. Minute leitete Stefan Leitl einen guten Angriff ein. Sein langer Pass fand Moritz Hartmann. Dieser spielte ab auf Edson Buddle, die Frankfurter Abwehr ging dazwischen. Fünf Minuten später sah der Schanzer Kapitän Gelb. Für den 34-Jährigen war es die fünfte Verwarnung in der aktuellen Saison und so ist er für das nächste Spiel beim Karlsruher SC gesperrt.

Nach etwa 65 Minuten gab es einen Zusammenprall zwischen Edson Buddle und Anderson. Anderson zog sich eine Verletzung über der rechten Augenbraue zu und wurde „getackert“, der Ingolstädter Torjäger zog sich eine Wunde auf der Stirn zu und musste fortan mit einem Kopfverband kicken.

In der 73. Minute die Sensation im Audi Sportpark: Moritz Hartmann spielte auf Höhe der Mittellinie auf Stefan Leitl. Dieser konnte bis auf 20 Meter unbedrängt auf das gegnerische Tor zulaufen, versuchte es aus der Distanz und traf zur 1:0 Führung für die Donaustädter.

Drei Minuten später versuchte es Moritz Hartmann aus der Distanz. Sein Ball ging knapp am linken Pfosten vorbei. Zehn Minuten vor Schluss wechselte Benno Möhlmann zum ersten Mal. Für den angeschlagenen Buddle kam Caiuby. In der 83. Minute bekam Sascha Kirschstein einen Ball von dem eingewechselten Erwin Hoffer aus ganz kurzer Distanz direkt ins Gesicht und musste im Strafraum behandelt werden. Schiedsrichter Fischer hatten den Ball schon vorher abgepfiffen.

Kurz darauf hatte Karim Matmour, der ebenfalls eingewechselt wurde eine Möglichkeit, sein Abschluss verfehlte den Kasten von Sascha Kirschstein jedoch um einige Meter. Doch auch die Donaustädter hatten in den Schlussminuten noch ihre Chancen. Caiuby marschierte auf der rechten Seite und versuchte es mit einem Konter: Wieder suchte Hartmann den Abschluss aus der Ferne.

In der 90. Minute kam Collin Quaner für Stefan Leitl. Der vierte Offizielle, Marcel Göpferich, zeigte ganze sechs Minuten Nachspielzeit an, die durch die zahlreichen Unterbrechungen aufgrund von Verletzungen zu erklären war. Der letzte Schanzer-Wechsel folgte. Benno Möhlmann brachte einen weiteren Defensivakteur: David Pisot beendete die Partie für Moritz Hartmann.

Trotzdem mussten die Schanzer in den letzten Sekunden – mittlerweile waren 96 Minuten gespielt - noch einen Gegentreffer hinnehmen. Nach hohem Ball von Schwegler netzte Matmour aus kurzer Distanz zum Ausgleich ein.

Am Ende hieß es Zittern, eine sechsminütige Nachspielzeit sorgte für die notwendige Spannung. Zum Schluss durften die Anhänger der Eintracht etwas lauter jubeln. Mit nun neun Punkten gelang den Schanzern zwar der Sprung auf Rang 16, doch mit etwas mehr Glück wäre heute ein Sieg drin gewesen. Es war nicht das große Fußball-Spiel, aber den Donaustädtern war es gelungen, der starken Offensive der Eintracht den Zahn zu ziehen.

Das nächste Liga-Spiel trägt der FC04 am 4. November beim Karlsruher SC aus, um 18.00 Uhr beginnt die Partie im Wildparkstadion. Zwei Wochen später heißt der Gegner im Audi Sportpark TSV 1860 München, am 18. November sind die Löwen zu Gast an der Donau, auch dieses Partie startet um 18.00 Uhr.

Die Trainerstimmen
Armin Veh: “Mir war klar, dass das heute ein schwieriges Spiel wird. Erster Grund ist, dass ich Ingolstadt als besseres Team sehe, als der Tabellenplatz aussagt. Zweiter Grund sind die schweren 120 Minuten im Pokalspiel. Ingolstadt hatte zwar den größeren Druck, konnte aber tief stehen und auf Konter spielen. Wir hatten zwar mehr Ballbesitz, waren aber nicht zwingend genug. Für Ingolstadt ist es natürlich bitter, die zwei Punkte noch zu verlieren.“

Benno Möhlmann: “Ich wäre vor dem Spiel mit einem 0:0 zufrieden gewesen. Mit dem 1:1, obwohl es die gleiche Ausbeute ist, bin ich es nicht. Wir haben es heute geschafft, über 90 Minuten unsere Linie zu gehen, haben defensiv wenig zugelassen. Wir sind mit einem schönen Weitschuss von Stefan Leitl in Führung gegangen, haben leider in der Verlängerung das 1:1 kassiert. Das ist Ärgerlich und tut weh. Wir müssen mit dem Ergebnis und mit dem Punkt leben. Die Mannschaft hat gesehen, dass, wenn alle bereit sind, über 90 Minuten eine Linie zu gehen, sie auch gegen eine Topmannschaft bestehen kann.“

Die Mannschaftsaufstellungen
FC Ingolstadt 04: Sascha Kirschstein, Andreas Görlitz, Marino Biliskov, Marvin Matip, Tobias Fink, Malte Metzelder, Moise Bambara, Andreas Buchner, Stefan Leitl (Collin Quaner, 90.+1), Moritz Hartmann (David Pisot, 90.+4), Edson Buddle (Caiuby, 80.)
(Ramazan Özcan (ETW), Andreas Schäfer, Christoph Knasmüllner, Ahmed Akaichi)

Eintracht Frankfurt: Oka Nikolov, Sebastian Jung, Anderson, Gordon Schildenfeld, Constant Djakpa, Pirmin Schwegler, Sebastian Rode (Ümit Korkmaz, 78.), Benjamin Köhler (Karim Matmour, 71.), Alexander Meier, Theofanis Gekas (Erwin Hoffer, 78.), Mohammadou Idrissou
(Thomas Kessler (ETW), Stefan Bell, Matthias Lehmann, Rob Friend)

Schiedsrichter: Christian Fischer (Hemer)
Assistenten: Patrick Alt (Heusweiler), Stefan Glasmacher (Alsdof), Marcel Göpferich (Bretten-Bauerbach)

Tore: 1:0 Leitl (73.), 1:1 Matmour (90.+6)

Karten: Gelb Görlitz (50., Foulspiel), Gelb Leitl (62., Foulspiel), Gelb Djakpa (90.+2, Foulspiel)

Zuschauer: 9.843



Quelle: FC Ingolstadt 04

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